Gartenzwerge, Wichtel, Gnome
Redaktionelles rund um die Gartenzwerge, Wichtel und Gnome,
Geschichten die teilweise “Geschichte” sind und damals bis heute, unterhaltend sind. Während des Filzens von Weihnachtsmänner und Wichtel, stellte sich immer wieder die Frage: ” Warum die rote Mütze”?
An einem solchen Filz-Nachmittag wurde ich im Internet fündig, bei der Firma Griebel in Gräfenroda. Herr Griebel, Zwergenvater und
Inhaber der Manufaktur erzählte mir am Telefon die Geschichte der Zwerge. Seit diesem Gespräch, sehe ich diese kleinen, fleißigen Kerlchen aus einem ganz anderen Blickwinkel. Liebenswert sind sie allemal, die klassische Variante, wie auch die moderne.
Damit Kurse und Schulungen auch einen unterhaltsamen Touch bekommen, bietet sich die nachfolgende Geschichte zum Weitererzählen für Groß und Klein unbedingt an.
Ich freue mich, wenn unser Workshop für Wichtel und Weihnachtsmänner zahlreich umgesetzt wird und uns Bilder von Ihren “kleinen Freunden” zugeschickt werden. Demnach dürfen wir alle gespannt sein, welcher Wichtel woher kommt....
Woher kommt der Gartenzwerg?
Warum trägt der Gartenzwerg eine rote Mütze?
Im Jahre 1880 wurde der erste “Gnom” - in Gräfenroda gefertigt und hielt bei uns Einzug aus der Bergbauwelt. Des Wichtels und Gartenzwerges Ursprung findet sich im Bergbau. Da der Beruf des Bergbauarbeiters sehr gefährlich, hart und anstrengend war, wurden Männer für diesen Beruf gewählt.
Die Bergstollen waren niedrig und eng, daher mussten kleine Männer für diese Tätigkeit ausgesucht werden. Die Zipfelmütze war damals aus roten Leder, die Vorstufe des heutigen Bergbauhelmes und hatten meist eine geknickte Mützenspitze, da durch Eintreten in den Stollen, die Standhöhe sonst nicht ausreichte. Die Farbe Rot war wichtig, damit man sich in dem schwachen Kerzenlicht im Stollen gut erkennen konnte.
Der Gnom und die späteren Gartenzwerge stehen noch heute als Symbol für Fleiß und Freude an der Arbeit. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht, sind die Zwerge und Wichtel damals wie heute mit Freude am werkeln. Die witterungsbeständigen Gartenzwerge sind aus Ton entstanden, das Material aus dem Bergbau - von dort, wo sie auch ihre Arbeit hatten.
Nach Kriegsende ( ca. 1945 ) gingen die ersten Zwerge zur nächsten Zunft über, man blieb zu Tage und fand Arbeit auf dem Lande und in den Gärten. Bis heute stehen diese liebenswerte Figuren für Fleiß und Achtsamkeit. Mit Schubkarre, Harke oder Rechen, mit Blumen in der Hand oder beim Fischfang, gibt es für den Gartenzwerg weltweit immer Arbeit. Die klassisch rote Mütze ist geblieben, wird manchmal durch Gelb oder Orange abgewechselt. Die Signalfarben der Mützen helfen den Wichtel im Garten zu finden und verhindert dadurch das unnötige Kollidieren mit modernem Gartenwerkzeug (Rasenmäher).
Der echte Gartenzwerg aus Ton, bedarf der Liebe und Zuwendung. Jedes Frühjahr werden die Mützen von
alten, abgeblätterten Farbresten befreit und der Zwerg erfreut sich an einem neuen, frischen Anstrich.
Story:
1999 kam der Zwergenmeister wie jeden Morgen in seine Werkstatt und musste feststellen, dass seine kleinen Freunde irgendwie nicht den glücklichsten Eindruck machten. Nach intensiven Beschäftigen mit den “Herren”, wurden die ersten Stimmen laut, dass man sich, wie die Menschen auch - was wünscht.
Der Wunsch der Zwerge war: “ Wir hätten gerne eine Zwergenfrau, sind wir nun schon fast 120 Jahre unter uns, nun möchten wir uns gemeinsam mit unserer Zwergenfrau an den Blumen und Gärten erfreuen.”
Der Zwergenmeister erfüllte ihnen den Wunsch mit der Kreation der “Gräfin Roda”. Seitdem darf man Zwergenpaare auch gemeinsam bei der Arbeit im Garten erleben.
Übrigens: Die Zwergen haben nach Erfüllung Ihres Wunsches versprochen: Die nächsten 100 Jahre mit einem Lächeln im Gesicht ihrer Arbeit nach zu gehen.
TIPP
Achten Sie bei Ihren Spaziergängen auf diese kleinen, fleißigen Gesellen denn, mit einem Lächeln
auf dem Gesicht scheint die Sonne noch ein bisschen heller.















