Scrapbooking



Der Begriff Scrapbook bzw. Einklebebuch bezeichnet ein in den USA und Kanada entwickeltes Bastelhobby, welches seit Anfang der 2000er Jahre auch in Europa betrieben wird. Fotos werden in sogenannte „Scrapbooks“ eingeklebt und mit Aufklebern und anderen zu den Fotos passenden Dingen verziert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fotoalben werden in Scrapbooks Geschichten erzählt und die Fotos durch Texte und künstlerische Gestaltung der Seiten besonders präsentiert. Je nach Ereignis werden auch Postkarten, Speisekarten, Eintrittskarten und ähnliches in das Scrapbook geklebt.

Das Wort Scrapbooking kommt vom englischen „Scrap“, welches Schnipsel, Stückchen bedeutet. In Scrapbooks werden diese Schnipsel und Papierstücke als Stücke der Lebensgeschichte eingeklebt und gesammelt.

Die ersten bekannten prominenten Scrapbooker waren Königin Victoria von England und Mark Twain. Scrapbooking ist ein expandierender Markt und ein immer weiter um sich greifendes Hobby. Neuen Statistiken zufolge hatte die Scrapbooking-Industrie in den USA im Jahr 2007 einen Gesamtumsatz von 2,87 Milliarden US$, und in jedem dritten Haushalt in den USA betreibt jemand das Hobby Scrapbooking.

Sinn des Scrapbookings ist es, Fotoalben auf die besten Bilder zu reduzieren und diese mit Beiwerk in Szene zu setzen. Gleichzeitig soll über kleine Texte und Anmerkungen die Geschichte zu den Bildern festgehalten werden. Der Gesamteindruck versucht die Stimmung zum Zeitpunkt der Aufnahme zu vermitteln und so über das reine Foto hinaus zu bewahren. Gleichzeitig gibt Scrapbooking die Möglichkeit, viele künstlerische Techniken und Stilrichtungen in die Alben einfließen zu lassen.

Vom fototechnischen Standpunkt her ist Scrapbooking nicht unproblematisch, da Beiwerk und Klebstoffe Chemikalien ausdünsten können, welche die eingeklebten Fotos beschädigen oder gar zerstören könnten. Zum Scrapbooking werden darum überwiegend hochwertige, langlebige Materialien verwendet. Anbieter von Produkten für das Scrapbooking garantieren zwar die Fotoverträglichkeit ihrer Produkte, völlige Sicherheit besteht in dieser Hinsicht jedoch nicht.

Mittlerweile gibt es auch digitales Scrapbooking, das nun auch hierzulande immer bekannter wird. Es hat den Vorteil, dass ein Scrap (eine Albumseite mit Fotos und Zierelementen) mit diversen Graphikprogrammen im Computer selbst erstellt und die Fotos bearbeitet werden können. Danach kann es ausgedruckt, gerahmt, laminiert oder über das Internet von zahlreichen Fotobuch-Anbietern preiswert gebunden werden. Man spart sich mit dem digitalen Scrapbooking auch Platz und die Lagerung von Papieren, Zierelementen u.a. Zubehör, das für das Papier-Scrapbooking nötig ist. Meistens frönen Frauen diesem Hobby, es gibt momentan nur wenige Männer weltweit, die einen Scrap-Blog betreiben. Es entsteht so derzeit in Deutschland und Europa eine sehr aktive, digitale und papierne Scrapbooking-Szene, die sich auf Scrap-Blogs und in Grafikforen, in denen auch Scrap-Workshops angeboten werden, lebhaft austauscht. Die Papier-Scrapper treffen sich auch bundesweit zu Workshops. Auf den Scrap-Blogs werden die beliebten, sog. "Freebies" angeboten, Layouts gezeigt, Tutorials (Schritt-für-Schritt-Anleitungen) veröffentlicht. Scrap-DesignerInnen verkaufen ihre "Kits" aber auch in Internetshops. Die "Fachsprache" des Scrapbooking ist Englisch.
Quelle: Wikipedia